Öffentlichkeit

Der richtige Berater für den Mittelstand

Für jedes Problem eine Power-Point-Darstellung, für jede Zahl eine Vergleichsstatistik, für jede Krise eine Lösung aus dem Lehrbuch, dazu keine persönliche Führungserfahrung und nie in der wirtschaftlichen Verantwortung für ein Unternehmen gewesen – so sehen häufig Berater aus. Gerade mittelständische Unternehmen haben hier – oft zurecht – ein Problem.

In Großunternehmen werden Berater gerne als Alibi benutzt, um Verantwortung wegzudrücken. In mittelständischen Unternehmen herrscht ein anderer Begriff von Verantwortung: Es gibt einen Chef, meist der Unternehmensgründer, der den Betrieb aufgebaut und groß gemacht hat, der persönlich für sein Unternehmen, die Mitarbeiter und die Entwicklung verantwortlich ist.

Der mittelständische Unternehmer ist eine Persönlichkeit: Er ist erfolgreich, er kann etwas, und nicht selten macht er sein Unternehmen zu seinem Lebenswerk. Gerade durch (schnelles) Wachstum können sich jedoch Markt- und Prozesssituationen ändern, und zwar so schnell, dass es plötzlich nicht mehr rund läuft im Betrieb.

Meist holt sich ein mittelständischer Unternehmer nicht gleich einen Berater ins Haus, wenn ihn irgendwas zwickt. Sein Gefühl sagt ihm, dass er eigentlich alles selbst beherrscht. Und bisher hat er immer alles selbst gelöst. Was also sollte ein Berater ihm Neues sagen?

Der Berater hat einen Vorteil: Er hat den Blick von außen, sieht das Unternehmen und die Personen völlig wertneutral und objektiv. Dafür muss der Berater aber dem Unternehmer ebenbürtig sein, denn der ist ein hoch qualifizierter Fachmann, der sich auskennt mit Prozessen, Märkten, Preisen oder Herstellungskosten. Nur wenn das der Fall ist, besteht eine Chance, dass der Rat des Beraters auch tatsächlich akzeptiert wird.

Der Berater muss dem Unternehmer ein Gegenüber sein, und zwar auf Augenhöhe. Dazu benötigt er viel Erfahrung und sollte auch – der Glaubwürdigkeit wegen – über ein gewisses Alter verfügen. Er muss in der Lage sein, wie der Unternehmer zu denken und seine Situation und Beweggründe verstehen. Das kann er aber in der Regel nur, wenn er selbst Unternehmer ist oder war. Nur dann wird ihm der Unternehmer auch das nötige Vertrauen entgegenbringen. Und Vertrauen ist sehr wichtig in der Zusammenarbeit. Natürlich ist es selbstverständlich und muss nicht gesondert betont werden, dass der Berater das fachliche Instrumentarium absolut perfekt beherrschen muss.

Ein Berater muss Lösungen schaffen, wenn für das Unternehmen wichtige Entscheidungen bevorstehen, beispielsweise wenn es um frisches Kapital geht. Hier muss der Berater Brücken schlagen können zwischen den Wertvorstellungen des Unternehmers (Lebenswerk) und denen des Investors (reine Rendite). Oder bei der Nachfolge für ein Unternehmen: Auch hier muss er Brücken bauen zwischen den menschlichen (Familie), emotionalen (Unternehmer), fachlichen (Verkauf, Umstrukturierung) Faktoren auf Unternehmerseite und den nüchternen Renditeüberlegungen auf Investorenseite. Nur so kann er eine gangbare und wertige Lösung für alle Beteiligten erreichen. Ein guter Berater muss für alle Konstellationen stets individuelle Lösungen erarbeiten und anbieten können.

Der richtige Berater für den Mittelstand muss selbst Unternehmer sein, um einem Unternehmer und seinem Unternehmen erfolgreich helfen zu können. Es ist nicht ausreichend, Lösungsvorschläge zu präsentieren, sich aber bei der Umsetzung auszuklinken. Er muss zwingend Mitverantwortung bei der Umsetzung sämtlicher Maßnahmen und Prozessanpassungen übernehmen. Ein Unternehmer lebt in Verantwortung, und erwartet diese deshalb auch von einem Berater.

Nur wenn ein Berater dies alles bietet – und das ist wahrlich nicht wenig – kann die Zusammenarbeit erfolgreich sein. Sicherlich wird es kein Kuschelkurs, wenn Berater, Unternehmer und Mitarbeiter über notwendige Veränderungen sprechen. Das muss kritisch, ehrlich und konsequent gemacht werden und ist in vielen Fällen unangenehm – aber unausweichlich. Es ist die Voraussetzung dafür, dass positive Lösungen geschaffen werden können. Oft müssen dabei lieb gewonnene Gewohnheiten hinterfragt, eingeschliffene Prozesse angesehen und langjährige Bindungen zu Personal, Kunden und Lieferanten kritisch überprüft werden. Ziel ist immer die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, die Stabilisierung der Marktposition und die nachhaltige Gesundheit des Unternehmens.


 

Der richtige Berater für den Mittelstand Für jedes Problem eine Power-Point-Darstellung, für jede Zahl eine Vergleichsstatistik, für jede Krise eine Lösung aus dem Lehrbuch, dazu keine persönliche Führungserfahrung und nie in der wirtschaftlichen Verantwortung für ein Unternehmen gewesen – so sehen...
  FK-Consult beim CSU Wirtschaftsempfang von Finanzminister Markus Söder „Mit Kreativität, Innovationen und soliden Finanzen in die Zukunft“ – unter diesem Motto stand der Wirtschaftsempfang der CSU Münchenam vergangenen Dienstag. Rund 200 Gäste lauschten in der NachtKantine auf dem Gelände der Kultfabrik...
Wie man in Mittelständler investiert Während Private-Equity-Fonds einen schlechten Ruf haben, gelten Unternehmen wie Gesco oder Indus als solide Langweiler. Für Anleger dennoch eine Verlockung - denn Aktien dieser Unternehmen sind der Schlüssel für den deutschen Mittelstand.  ...
Partner gefunden Das Zentrum für barrierefreies Wohnen hat einen strategischen Partner gefunden. FKConsult-Geschäftsführer Franz Kollmannsperger gab im Rahmen einer Pressekonferenz…  ...